Histaminintoleranz heilen?

Ich sehe in meinen Statistiken der Besuche hier immer ganz oben auf den Begriff „Histaminintoleranz heilen“. Also dachte ich mir gerade mal spontan ich schreibe mal was ich so darüber denke.

Ganz direkt und zu allererst möchte ich euch gleich alle „Illusionen rauben“… sie ist definitiv nicht „heilbar“!

Steve Snodgrass @ Flickr

Sicher gibt es jetzt einige unter euch die sofort „aufschreien“ werden, das stimmt doch so gar nicht! Und auch ihr habt recht 😉

Aber einzig und allein aus dem Grund, dass eine Histaminintoleranz einfach keine „Krankheit“ ist und wo kein „Krank“ ist, kann auch nicht „geheilt“ werden!

Unter z.B. Naturmedizinern wird die Histaminintoleranz nur als „sekundär“ beschrieben und genau das ist der Punkt!

Die „Krankheit“ liegt nämlich ganz woanders und genau das gilt es herauszufinden!

Leider will aber die gesamte „Industrie“ davon nichts wissen, weil es natürlich immer profitabler ist, Medikamente zu verkaufen, anstatt an den echten Ursachen zu forschen… Und die Ärzte im Allgemeinen haben heutzutage einfach keine Zeit und/oder Möglichkeiten sich damit zu beschäftigen. Damit habe ich in den letzten Jahren mehr als genug Erfahrungen sammeln können!

Sucht nur mal danach in google, ihr werdet sofort dutzende von „Wundermitteln“ finden die euch Linderung oder sogar Heilung versprechen! Absoluter Mist kann ich euch sagen!

Meiner Meinung nach kann es hierbei nur einen Weg geben, den ich auch selbst beschritten habe und jetzt nach knapp 2 Jahren (nach meiner ersten „echten“ Behandlung) wirklich sagen kann, dass ich zwar sicher nicht „geheilt“ bin, es aber dennoch WELTEN Unterschiede zu der Zeit davor sind!

Ich habe vorletztes Wochenende sogar einen alten Bergkäse gegessen und ohne irgendwelche Beschwerden vertragen! Aber zurück zu meinem Weg…

  1. Ihr müsste einen ganz klaren Cut zu eurem bisherigen Leben, Essgewohnheiten und ich nenne es mal „Körperempfinden“ machen.
    Damit meine ich ihr müsste euren Körper, Magen/Darm und alles was dazu gehört endlich mal wieder zur Ruhe bringen. Wenn ihr alles immer weiter unter „Stress“ setzt in dem ihr euren Körper weiter den histaminhaltigen (oder freisetzenden) Lebensmitteln aussetzt, wird sich nie etwas ändern oder bessern können.
    Ich habe das mit einer ganz strikten Eliminationsdiät begonnen. D.h. ich habe damals einfach nichts anderes außer Reis gegessen und Wasser getrunken. Und das auch einige Wochen. Für so eine Zeit braucht man auch keine Angst vor Mangelerscheinungen oder ähnlichem haben, das ist dabei erst einmal das kleinste Übel.
    Nach knapp 2 Wochen habe ich dann angefangen langsam „sichere“ Lebensmittel hinzu zu fügen. z.B. Karotten in den Reis, Paprika (Achtung verträgt nicht jeder!), Zucchini usw… Ganz wichtig dabei, das müsst ihr dann konsequent 2-3 Tage so machen… Bekanntermaßen können „Nachwirkungen“ bis zu 72 Stunden dauern und das würdet ihr eben erst nach einigen Tage merken (spätestens wenn es durch den Darm ist)… Das Ganze führt ihr dann einfach immer so weiter mit immer mehr Lebensmitteln.
    Das erfordert einiges an Disziplin und Willen, aber glaubt mir es ist ein wahnsinnig tolles Gefühl wenn man auf einmal nach Jahren (so war es bei mir) auf einmal wochenlang keinen Durchfall, Magenkrämpfe und ähnliches mehr hat! Alleine das ist schon Belohnung genug!

  2. Sucht euch unbedingt einen vernünftigen Arzt! Und damit meinen ich keinen (Ausnahmen ausgenommen) Allgemeinmediziner, Gastroenterologen oder ähnliches, dort werdet ihr in 99% der Fälle keine echte Ursachenforschung finden! Sucht euch Ärzte die sich auf Biomedizin oder Naturmedizin spezialisiert haben, oder natürlich auch Heilpraktiker (wobei man hier meiner Meinung nach immer etwas aufpassen muss, leider gibt es dabei einige „Scharlatane“, aber das soll kein Vorurteil sein!).
    Ich bin z.B. in Behandlung bei einem Arzt für biologische Medizin (Marc Borchert) und schon nach der ersten Sitzung wusste ich, dass ich hier richtig bin! (ich fahre dafür 2,5 Std! von meinem Heimatort, nur um mal zu verdeutlichen das ich hier schon „alles an Ärzten und Spezialisten“ in meiner Umgebung durch hatte).
    Er fing sofort mit vielen Untersuchungen an die eben genau nach der Ursache suchen die die Histaminintoleranz zum Vorschein bringt und eben nicht die Intoleranz an sich zu behandeln (was sowieso nicht möglich ist).
    Dabei wurde bei mir so einiges festgestellt wie eine Nebenniereninsuffizienz, recht extremer Zink und Vitamin B6 als auch Vitamin D Mangel.Wenn ihr euch schon länger mit dem Thema befasst wird euch sofort etwas auffallen, genau diese Vitamine z.B. werden immer wieder im Zusammenhang mit der Histaminintoleranz genannt. Ist nicht genug davon vorhanden, kann Histamin nicht im Körper abgebaut werden. Dadurch das bei mir nicht genügend produziert wurde befand ich, bzw. mein Körper sich in einer Art Teufelskreis. Es wurde nicht genug produziert, aber das bisschen was da war wurde benutzt um das „zuviel“ an Histamin abzubauen, dadurch fehlt es aber dem restlichen Körper und Organen etc.
    Erst seitdem er mir hier durch kontrollierte Zugaben von Vitaminen und einigen anderen Präparaten (und der Empfehlung der drastischen Nahrungsumstellung, aber auch sehr, sehr vielen weiteren Ratschlägen) geholfen hat, ging es immer weiter Bergauf!
    Ich fühlte mich fitter, nicht mehr so abgeschlagen, die Krämpfe gingen weg, der Schwindel wurde immer weniger und und und.. eben genau die ganzen Auswirkungen die ich euch hier auch schon an anderer Stelle beschrieben habe…
  3. Es wird nie mehr so sein wie es war….

Aber dazu mehr in der Fortsetzung spätestens nächste Woche 🙂

Author: Stefan Jean Hildebrandt

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2 Kommentare

  1. Es gibt einen Arzt in Lübeck, Dr. Volkmann, der mit seiner Methode meint, allgemein Nahrungsunverträglichkeiten und Allergien wirklich heilen und wegbekommen zu können. Er beschreibt auch grob, was er macht:
    http://www.naturheilkunde-volkmann.de/orthomolekulare-therapie.html

    Ich war nicht bei ihm und kann mir einen Besuch auch nicht leisten, finde den naturheilkundlichen Ansatz der Darmsanierung aber interessant. Wäre vielleicht allgemein recherchierbar und für dich als Blogautor für einen weiteren Artikel ganz interessant?

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    • Vielen Dank für den Hinweis. Werde ich mir mal anschauen.

      Von Darmsanierung habe ich in diesem Zusammenhang schon öfter gelesen.
      Allerdings meist „unterstützend“, aber der ganzheitliche Ansatz ist schon mal die richtige Richtung.

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  1. Video: Histamin-Intoleranz erkennen und mildern › Histaminintoleranz - […] Habe ein ganz interessantes Video für euch gefunden. Passt thematisch auch ganz gut zu meinem letzten Beitrag (Histaminintoleranz heilen?)…

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